Tradition ist mehr als Vergangenheit. Es ist das, was in einem weiterlebt, auch wenn die Zeit sich wandelt.


 

 
Sie ist das, was in einem weiterwirkt – leise, kraftvoll und oft unbewusst.
 Selbst wenn sich die Welt verändert, bleibt sie ein innerer Kompass.
Meine Wurzeln reichen tief – verwoben zwischen bayerischer Bodenständigkeit und österreichischer Herzlichkeit. Ich entstamme einer Familie, die von Beständigkeit, Handwerk und Verantwortung geprägt war. In diesem Umfeld wuchs ich mit klaren Prinzipien auf: Respekt, Anstand und dem Bewusstsein für das, was vor uns war.
Schon als junger Mensch faszinierte mich die Geschichte – nicht nur meine eigene, sondern auch die fremder Namen, Häuser und Linien, die über die Jahrhunderte hinweg verblasst sind. In alten Archiven, vergilbten Urkunden und historischen Wappen begegnete mir irgendwann ein Name, der in mir nachklang: „zu Abensberg“.
Was zunächst reine Neugier war, wurde mit der Zeit zu einer tief empfundenen Verbindung. Nicht aus Besitzdenken oder Anspruch – sondern aus Achtung vor dem, was dieser Name einst bedeutete. Ein Name, der Werte trug, die mir aus meiner eigenen Herkunft vertraut waren.
Diese innere Verbindung wuchs so stark, dass ich den Entschluss fasste, dem Namen neuen Raum zu geben. In Anerkennung dieser Haltung und Verbundenheit wurde mir die Führung des Namens „zu Abensberg“ offiziell verliehen. Eine Auszeichnung, die ich nicht als Titel im klassischen Sinn verstehe – sondern als Ausdruck einer Haltung.
Ich trage diesen Namen nicht, um meine Herkunft zu ersetzen.
Ich trage ihn, um etwas fortzuführen, das es verdient, erinnert zu werden.
Denn manchmal ist es nicht das Blut, das entscheidet – sondern das Bewusstsein dafür, was es heißt, etwas zu bewahren.