Manchmal findet nicht der Mensch den Namen – sondern der Name den Menschen.

 
Ich kann nicht behaupten, dass ich nach ihm gesucht hätte – dem Namen „zu Abensberg“. Er tauchte nicht auf einem Stammbaum auf, wurde mir nicht durch familiäre Überlieferung in die Wiege gelegt. Vielmehr fand ich ihn durch einen dieser unscheinbaren Momente, in denen sich Geschichte, Neugier und das Leben auf unerwartete Weise begegnen.
Als jemand, der im Bauwesen tätig ist und sich tagtäglich mit der Sanierung alter Substanz beschäftigt, entwickle ich zwangsläufig eine besondere Beziehung zu dem, was war. Die Vergangenheit ist kein Staub, den man entfernt – sie ist ein Fundament, das man verstehen und bewahren muss, wenn das Neue wirklich Bestand haben soll. Genau mit diesem Blick begann ich, tiefer in die Geschichte der Familie zu Abensberg einzutauchen. Nicht aus Besitzstreben, sondern aus Respekt.
Je mehr ich entdeckte, desto stärker wurde mein innerer Bezug zu diesem Namen, zu dieser Geschichte. Mit der Zeit reifte der Entschluss, nicht nur als Beobachter zu bleiben, sondern diese Verbindung auch sichtbar zu machen. In Anerkennung dieser Haltung wurde mir der Titel „zu Abensberg“ verliehen – eine Auszeichnung, die für mich nicht Symbol von Anspruch ist, sondern Ausdruck von Verantwortung. 
Denn Namen sind mehr als Worte. Sie sind Träger von Geschichte, von Identität, von Haltung.
Und so verstehe ich diesen Titel nicht als Zierde, sondern als Verpflichtung – mit Respekt, mit Bewusstsein, mit einem Blick für das Wesentliche.